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Siemens-Aktie: Konzern auf Spartrip


12.09.2012
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten zum gestaffelten Einstieg bei der Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610).

Ein guter Finanzvorstand nutze jede Gelegenheit, um die Finanzierungskosten seines Arbeitgebers zu senken. Gemessen an dieser Vorgabe werde dem Siemens-Finanzchef Joe Kaeser seitens der Experten derzeit ein richtig guter Job attestiert. Seit Anfang August habe der Konzern für rund 1,1 Mrd. EUR 14,6 Mio. eigene Anteile zurückgekauft, wobei der Rückkauf auf Pump erfolgt sei. Denn im vergangenen Monat habe Siemens dafür Anleihen im Wert von rund 2,7 Mrd. EUR emittiert, wofür historisch niedrige Zinsen gezahlt werden müssten. Die Verzinsung einer siebeneinhalb Jahre laufenden Unternehmensanleihe betrage derzeit nur 1,5%. Hingegen stehe die Dividendenrendite des Siemens-Anteilsscheins bei rund 3,9%. Insofern reduziere die Differenz zwischen den niedrigen Anleihezinsen und der Dividendenrendite die Finanzierungskosten des Konzerns.

"Unsere Absicht, teures Eigenkapital mit historisch preiswertem Fremdkapital zu ersetzen, wird umfänglich umgesetzt", habe Finanzvorstand Kaeser dazu erklärt. Den Aktionären biete diese Finanzierungsstrategie einen angenehmen Nebeneffekt: Der Gewinn verteile sich auf weniger Aktien. Insgesamt sähen die Planungen des Konzerns den Rückkauf von rund 33 Mio. Aktien im Volumen von 3 Mrd. EUR bis Jahresende vor.


Sparen sei aber auch an anderer Stelle angesagt, wolle der Konzern seine Position im weltweiten Wettbewerb halten. Nach einer Studie der im Konzern gut vernetzten US-Bank JP Morgan (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) müsse Siemens in den nächsten beiden Geschäftsjahren rund 4 Mrd. EUR einsparen und die Produktivität signifikant erhöhen. Die Erwartung der Experten gehe dahin, dass Siemens-Chef Peter Löscher die vorhandenen Einsparpotenziale im Einkauf hebe und die Fixkosten senke. In verschiedenen Medien würden Gerüchte über einen möglichen Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen kursieren. JP Morgan selber gehe davon aus, dass Siemens eher auf Kurzarbeit setzen werde.

Siemens-Chef Peter Löscher wolle sein Kostensenkungsprogramm am 10. und 11. Oktober auf der "Siemens Business Conference" vorstellen. Eigentlich habe Löscher bereits 2010 das Ende aller Sparprogramme verkündet und mit dem letzten Kostensenkungsprogramm die Verwaltung schlanker aufgestellt. Das Ergebnis habe dies den Wegfall von 13.000 Arbeitsplätzen und Einsparungen in Höhe von 1,2 Mrd. EUR bedeutet. Offenbar gelte das für dieses Jahr bereits von 6 Mrd. EUR auf 5,4 Mrd. EUR reduzierte Gewinnziel hausintern wohl nicht mehr als realistisch. Das Geschäftsjahr von Siemens ende am 30. September.

Kurzfristig könnten ein positives Gerichtsurteil in Karlsruhe und weitere geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank die Kurse weiter nach oben treiben. Doch wer erst die mögliche Verfehlung der Gewinnprognose zum Einstieg nutzen wolle, könnte von der positiven Tendenz des Gesamtmarktes überrollt werden. Zudem dürften nach Einschätzung der Experten die anlaufenden Kostensenkungsprogramme dem Kurs mittelfristig weiteren Auftrieb geben. Zudem ergebe sich charttechnisch oberhalb der Marke von 80 EUR ein Einstiegssignal. Aktuell notiere das Papier bei 77,86 EUR.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" gehen bei der Siemens-Aktie schon vorher in Stellung und raten zum gestaffelten Einstieg mit der ersten Hälfte auf der jetzigen Basis. Die andere Hälfte sollte der Anleger bitte für eventuelle Nachkäufe im Oktober bereithalten. (Ausgabe 140 vom 11.09.2012) (12.09.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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